 |
|

|
Um von den Hörspielräumen zu dem großen Aufnahmesaal oder den Studios zu gelangen geht man einen langen fast viertelkreisförmigen Gang entlang.Früher herrschte hier reger Betrieb. Man begegnete auf diesem Weg künstlerischen Mitarbeitern, die gerade eine Pause machten und hielt kurz, um sich zu unterhalten und vielleicht, um sich für später zu verabreden. Heute ist der Gang menschenleer,und dennoch vermutet man in diesem auf die Spannung des noch Unentdeckten hin angelegten Gang ein Überbleibsel der regen Tätigkeit, wird aber enttäuscht. Nirgends gibt es bei Ehrlich die spektakulären Glasfassaden der Moderne. Vom Bauhaus hat er nur die Stahlfenster und den Verbindungsgang übernommen. Bei der Gestaltung dieses Ganges ist ihm von außen betrachtet ein Gleichgewicht seines vorherrschenden Gestaltungsprinzips der geschlossenen Masse durch steinerne Flächen und der gläsernen Öffnungen gelungen. Von innen wird die Außenwand als eine lange Reihe zu öffnender Stahlfenster wahrgenommen, die die Natur in den Innenraum bringen. Sie sind ein Angebot an Raumerfahrung.
Die Kabelkanäle im Funkhaus sind dem "Haus des Rundfunks" in der Masurenallee sehr ähnlich. Sie kaschieren die eigentlichen Kabelstränge durch ästhetische Präsenz. |
|